****************************************************************************** F E L L O W COMMODORE AMIGA EMULATOR Geschrieben von Petter Schau (pettersc@ifi.uio.no) Dokumentation und FAQ von Brett Eden (revere@sub.net.au) ****************************************************************************** Deutsche Übersetzung von Christian Schaefers (chr.schaefers@cww.de) **** BITTE LIES AUFMERKSAM DIESE DOKUMENTATION, BEVOR DU FELLOW BENUTZT **** Dieses Archiv beinhaltet Fellow V0.3.2a Dieser Emulator wurde geschrieben von: (C) Petter Schau, 1996/1997. (pettersc@ifi.uio.no) Programmtechnische Beiträge: (C) Roman Dolejsi 1997 (roman@sorry.vse.cz) (C) David Voracek 1997 (assassin@paru.cas.cz) (C) Rainer Sinsch 1998 (sinsch@stud.uni-frankfurt.de) Bedingungen für die Benutzung und Verbreitung dieses Emulators: --------------------------------------------------------------- Die Rechte an diesem Programm liegen bei Petter Schau und Mitarbeitern. Du bist berechtigt, dieses Programm frei zu benutzen. Die freie Verbreitung ist unter den folgenden Auflagen erlaubt. Das Programm ist frei verbreitbar, solange der Inhalt dieses Archivs intakt und unverändert bleibt, sowie keine Gewinne, welche die Kosten des Mediums übersteigen, erzielt werden. Die weitere Umverteilung ändert nicht die Bedingungen, unter denen das Programm benutzt und verbreitet ist. Die Aufnahme in Softwaresammlungen auf CD-ROM, zusammen mit anderer, frei verbreitbarer Software ist erlaubt. Alles, welches das Prinzip der profitlosen Verbreitung verletzt, erfodert die Erlaubnis des Autors dieses Programmes. Der Emulator wird als "as is" verbreitet, und auf eigenes Risiko benutzt. Es exisitiert keine ausdrückliche oder implizierte Brauchbarkeit für dieses Programm, und keine Verpflichtung für den Autor, Unterstützung oder Reperaturen zu leisten, sollten Probeleme auftreten. Durch die Benutzung dieses Programmes, stimmst Du zu, daß der Autor für keine aufgrund der Benutzung dieses Programmes entstandenen Schäden verantwortlich gemacht werden kann. Dies ist experimentielle Software, die Du auf Dein eigenes Risiko benutzt. Die oben genannten Bedingungen gelten auch für den Source-Code des Emulators. Die zusätzlichen Bedingungen für den Source-Code des Emulators lauten wie folgt: Du kannst ihn für den persönlichen Gebrauch so viel verändern, wie Du möchtest. Wenn Du etwas veränderst oder hinzufügst, das auch für andere Benutzer nützlich sein könnte, würden wir uns freuen, wenn Du uns einen Patch schickst. Dieser kann dann in den offiziellen Source-Tree mitaufgenommen werden. Die Benutzung von Teilen des Source-Codes in anderer, frei verbreitbarer Software ist erlaubt, so lange die Autoren zunächst benachrichtigt, und ihre Namen erwähnt werden. "Amiga", "AmigaOS", "Kickstart" und "Workbench" sind eingetragene Warenzeichen der Amiga International. Andere genannte Warenzeichen obliegen den Rechten ihrer rechtmäßigen Eigentümer. Inhalt: ------- 1 Einführung 2 Systemanforderungen 3 Benötigte Dinge 3.1 Kickstart-Image 3.1.1 Benutzung von TransROM 3.2 Disk-Image 3.2.1 Benutzung von Transdisk 3.3 Kopieren von Dateien zwischen PC -> AMIGA & AMIGA -> PC 4 Fellow starten 5 Das Menü-System 5.1 Run-Option 5.2 Soft Reset 5.3 Hard Reset 6 Debugger 6.1 Step-Option 6.2 Step over-Option 6.3 Breakpoint-Option 6.3.1 Set Breakpoint-Option 6.3.2 Until Line 312-Option 6.3.3 Until Event-Option 6.4 Memory-Option 6.5 Cia-Option 6.6 IO-Option 6.7 Trace on-Option 6.8 Trace off-Option 6.9 Show trace-Option 6.10 Evlog config-Option 6.11 Show evlog-Option 6.12 WAV-Mitschnitt 7 Konfiguration 7.1 Disk-Konfiguration 7.1.1 Disk-Image in DF(x) 7.1.2 Drive (x) Status 7.1.3 Disk-DMA Geschwindigkeit 7.1.4 Alt-N Cycling 7.1.5 File-Requester 7.2 Bildschirmeinstellungen 7.2.1 Bildschirmauflösung 7.2.2 Bild-Übersprungsverhältnis 7.2.3 Maximale Bildrate 7.2.4 Flickerfreies Interlace 7.2.5 Zyklus-exaktes Zeichnen 7.2.6 Y-Skala 7.3 Speicherkonfiguration 7.3.1 Chip-Memory 7.3.2 Fast-Memory 7.3.3 Bogo-Memory 7.3.4 Kickstart-Image 7.3.5 Keyfile 7.4 Sound-Einstellungen 7.4.1 Sound-Emulation 7.4.2 Sound-Qualität 7.4.3 Low-Pass Filter 7.5 CPU-Konfiguration 7.5.1 CPU-Typ 7.5.2 CPU-Geschwindigkeit 7.6 Festplatten-Konfiguration 7.6.1 Festplatten-Gerätestatus 7.6.2 Festplatten-Dateiname 7.7 Sonstige Einstellungen 7.7.1 Joystick Port 1 & 2 7.7.2 Power Floppy-LEDs 7.7.3 Leistungsanzeige im Bild 7.7.4 Speichern der Menüposition beim verlassen 7.7.5 Automatische Ausführung nach Kommandos 8 Kommandozeilen-Schnittstelle 9 SO GEHT’S LOS - EINE EINFÜHRUNG 10 Tastenkürzel 10.1 Tasten der Benutzerschnittstelle 10.2 Tasten während der Emulation 1 Einführung ------------ Willkommen zu Fellow, einem Commodore Amiga Emulator für IMB-kompatible PC’s. Diese Dokumentation deckt den Gebrauch und die Fähigkeiten von Fellow 0.3.1 ab, genauso wie Informationen über seine Konfiguration und wie man am meisten aus der Software herausholt. Dies ist eine Software-basierte Emulation. Fellow ist UAE sehr ähnlich, einem weiteren Amiga Emulator, geschrieben von Bernd Schmidt und Helfern. Fellow unterscheidet sich darin, daß es speziell für MS-DOS mit einigem Code in x86 Assembler geschrieben wurde, was einen deutlichen Geschwindigkeitsvorteil gegenüber UAE bringt. In dieser Entwicklungsstufe fehlen jedoch viele von UAE’s Features, betreffend die Amiga OS-level emulation. Fellow funktioniert sehr ähnlich wie UAE. Wenn Du vorher UAE benutzt hast, solltest Du keine Probleme mit Fellow haben. Wenn Du mehr Informationen über Amiga-Emulation generell suchst, empfehlen wir, unbedingt die Dokumentation von UAE zu konsultieren, da sie vieles abdeckt, das hier nicht vertreten ist. 2 Systemanforderungen --------------------- Um Fellow benutzen zu können, muß Dein System die folgenden Spezifikationen haben, oder noch besser, übertreffen: * Einen IBM-kompatiblen Computer mit einer 486 oder schnelleren CPU * MS-DOS ab Version 5.00 oder höher * 11 MB RAM * VGA-kompatible Grafikkarte * Maus Es ist EMPFOHLEN, daß Du zumindest folgendes System besitzt, wenn Du den meisten Nutzen aus Fellow ziehen willst: * Einen IBM-kompatiblen Computer mit einer 100 MHz 486 oder schnelleren Pentium-CPU * MS-DOS ab Version 5.00 oder höher * 16-20 MB RAM (Fellow wird bis 28 MB soviel nutzen, wie verfügbar ist). * Eine PCI (S)VGA-kompatible Grafikkarte mit VBE 2.0-Unterstützung * Soundblaster oder kompatible Soundkarte * Optional wird ein MMX-fähiger Prozzesor in einigen Fällen auch genutzt. Sollte Deine Grafikkarte keine VESA Bios Extensions 2.0 unterstützen, wirst Du versuchen müssen, entweder einen DOS VBE 2.0-Treiber für Deine Karte zu bekommen (probiere die Homepage des Herstellers), oder den Scitech Display Docotor - verfügbar im Internet - zu benutzen. Ohne VB 2.0-Unterstützung sind nicht alle Bildauflösungen verfügbar, wenn Du Fellow benutzt. Fellow ist ziemlich CPU-intensiv, and solltest Du Grafik-intensive Amiga- Programme in "echter Amiga-Geschwindigkeit" laufen lassen wollen, benötigst Du etwas im Rahmen zwischen einem Pentium 133 und 150, sowie eine schnelle PCI Grafikkarte. Andere Faktoren wie RAM-Geschwindigkeit haben auch einen Einfluß auf das Resultat (bedenke, daß DIMM RAM mit 12ns arbeitet, verglichen mit Standard EDO/Non EDO SIMMs, die jeweils mit 60ns und 70ns arbeiten). 3 Bevor Du anfängst - benötigte Dinge ------------------------------------- Bevor Du Fellow benutzen kannst, benötigst Du zwei Dinge: 3.1 Kickstart-Image ------------------- Eine Kopie des AmigaDOS Kickstart-ROM’s, das von einem richtigen Amiga kommt. Diese Datei wird mit dem Programm "TransROM" extrahiert, welches im Fellow-ZIP enthalten ist. Das Kickstart ist urheberrechtlich geschützte Software der Amiga International, und es ist natürlich nicht möglich, es mit Fellow zu vertreiben. Der korrekte Weg, diese Datei zu bekommen, besteht darin, sie von Deinem Amiga zu übertragen. 3.1.1 BENUTZUNG VON TRANSROM ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ TransROM muß zum Amiga übertragen werden, um eine Kopie des Kickstart ROM Chips zu machen, und als Datei zu speichern. CLI> transrom >RAM:kick.rom kopiert den Kickstart ROM Chip und speichert die Daten in RAM: als "kick.rom". Diese Datei muß anschließend zum PC übertragen, und ins Fellow-Verzeichnis kopiert werden (obwohl es auch von einem anderen Verzeichnis aus aufgerufen werden kann). 3.2 Disk-Image -------------- Du benötigst außerdem ein "Image" (Abbild) einer Amiga-Diskette, das die Daten des Spiels/Demos enthält, das Du unter Fellow benutzen willst. Ein Image erhälst Du durch die Benutzung des Programmes "Transdisk", das auch im Fellow-ZIP enthalten ist. Ein Disk-Image ist die Datei, in der die Daten einer Diskette normalerweise zusammengefaßt sind. Ein PC-Laufwerk kann keine Amiga-Disketten lesen, d.h. um Fellow benutzen zu können, benötigst Du unbedingt ein Disk-Image einer realen Amiga-Diskette. 3.2.1 BENUTZUNG VON TRANSDISK ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Wie TransROM, muß auch auch Transdisk zunächst zum Amiga übertragen werden. Transdisk wird von der AmigaDOS-Eingabeaufforderung aus gestartet, und kopiert eine Diskette Track für Track in eine Datei (die von Fellow gelesen werden kann). CLI> transdisk >RAM:df0.adf erzeugt ein Image (Abbild) jeder Diskette, die in DF0: eingelegt ist. Die Datei muß dabei nicht "df0.adf" genannt werden. Du kannst jeden Namen wählen, der Dir passend erscheint. 3.3 KOPIEREN VON DATEIEN PC -> AMIGA & AMIGA -> PC ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 1. Unter Verwendung eines Nullmodem-Kabels, kannst Du einen ZModem-Transfer zwischen Amiga und PC durchführen. Einfach das Kabel in einen seriellen Port beider Computer stecken, Terminal-Software wie Terminus, Ncomm oder Term auf dem Amiga, und Terminate, Telemate, Telix (oder HyperTerminal für Windows 95, falls Du darauf bestehst) laden, und nun ZModem-Upload auf dem Amiga initialisieren. Wenn Du alles richtig konfiguriert hast (automatischer ZModem-Download sollte auf der empfangenen Seite aktiviert sein), wird der PC den Upload automatisch akzeptieren, und die Daten vom Amiga auf Deine Festplatte laden. Für die besten Ergebnisse, besorge Dir den BaudBandit serial.device-Ersatz für Amiga, und setze beide Computer auf 57.600 Baud. BaudBandit sollte jetzt Übertragungen von bis zu 5500 cps zu und von einem auf 68000-basierten Amiga erlauben. BaudBandit ist verfügbar im AmiNET. Solltest Du einer jener Leute mit einem AmigaOS 1.2/1.3 A500, und nur einem Diskettenlaufwerk sein, könntest Du Probleme bekommen. Außer, Du hast ein Terminal-Programm auf Diskette, das Du in einem zweiten Laufwerk booten oder benutzen kannst. Ansonsten gibt es keine Möglichkeit, ein Nullmodem-Kabel für die Verbindung zwischen beiden Rechnern zu benutzen (was unverzichtbar ist, wenn Du Software wie Transdisk oder TransROM auf eine Amiga-Diskette bekommen möchtest). Deine beste Chance würde darin bestehen, eine Amiga User-Gruppe zu kontaktieren, die Dir vielleicht mit einer solchen Diskette helfen können, oder, falls Du Glück hast, ein Amiga Shareware-Haus/Vertrieb in Deiner Gegend. Anmerkung: Einige Amigas erlauben nicht, den seriellen Port auf 115.200 Baud zu setzen. Dies hängt von Deiner Machschine ab, der Motherboard-Version, und seinem Prozzesor. Durch das Setzen des seriellen Ports auf 115.200 Baud beim Amiga und PC, kannst Du über ein Nullmodem-Kabel effektiv Übertragungsraten von über 10.00 cps errreichen. 2. Wenn Du kein Nullmodem-Kabel besitzt, oder keines extra kaufen möchtest, kannst Du die Amiga-Software auch über eine 720K PC-Diskette zum PC übertragen. Workbench 2.1+ kommt zusammen mit CrossDOS, einem Programm, daß Dir erlaubt, 720K PC-Disketten mit Deinem Amiga-Laufwerk zu lesen. Falls Du kein CrossDOS besitzt (etwa, da Du kein Zugriff auf die Workbench 2.1 oder höher hast), kannst Du auch MessyDOS benutzen, das Du im AmiNET findest. Folgend eine Schritt für Schritt-Anleitung, wie man via Diskette Software übertragen kann: i) Nimm eine 720k PC-Diskette. Formatiere sie entweder mit Deinem PC, oder benutze hierfür CrossDOS auf dem Amiga. ii) Erstelle mit der oben beschriebenen Methode entweder eine *.ADF-Datei oder ein Kickstart ROM-Image. iii) Komprimiere die Datei mit LHA oder ZIP (und stelle sicher, daß Du diese Packer auch auf Deinem PC hast, damit Du die Daten später entpacken kannst). iv) Kopiere das gepackte Archiv unter Verwendung von CrossDOS oder MessyDOS auf eine 720k-Diskette. v) Lege die Diskette ins PC-Laufwerk ein, kopiere das Archiv auf Deine Festplatte, und entpacke es. Kopiere das Kickstart ROM-Image ("kick.rom") oder die *.ADF-Datei nun ins Fellow-Verzeichnis, und es kann los gehen! 4 FELLOW STARTEN ~~~~~~~~~~~~~~~~ Fellow wird durch die einfache Eingabe von FELLOW.EXE auf der DOS- Eingabeaufforderung gestartet. Daraufhin erscheint der Menü-Bildschirm. Die mittelere Sektion zeigt Informationen über eingelegte "Disketten" (Images) an, die mit den Laufwerken verbunden sind, und ob ein Kickstart-ROM vorhanden ist, oder nicht. 5 Das Menü-System ----------------- In der unteren, rechten Ecke des Bildschirms befindet sich das Menü-System. Benutze die Cursortasten, um einen Eintrag auszuwählen; Return aktiviert das jeweilige Untermenü. Grünhervorgehobene Tastenkürzel sind ebenfalls verfügbar. ESC bringt Dich jeweils ein Menü zurück. Das Menü-System ist folgendermaßen aufgebaut: Run Debugger Configuration Soft Reset Hard Reset Quit Der Debugger und die Konfiguration-Menüs werden später näher erläutert. 5.1 Run-Option -------------- Das Auswählen dieser Option startet den Amiga-Emulationsmodus, und der Emulator wird versuchen, das mit DF0: verknüpfte Disk-Image zu laden. 5.2 Soft Reset -------------- Soft-Reset läßt den emulierten Amiga einen Reset durchführen. Diese Option sollte den Speicher zurücksetzen, und alle residenten Programme "überleben" lassen, obwohl ich nicht 100% sicher bin, ob es funktioniert, wie geplant. Der Soft-Reset kann in manchen Fällen unzuverlässig sein, z.B im Falle eines GURU, oder wenn der Amiga von einem unerwünschten Programm befallen wurde. Wenn kein Kickstart geladen ist, wird der Reset zudem eine Ersatzroutine für den Bootvorgang des Disk-Image in DF0: aktivieren. Dies kann in manchen Fällen Programme, die für ihre Ausführung keine Kickstart-Routinen benötigen, booten lassen. Wurde das Disk-Image vor dem Start der Emulation und nach dem letzten Reset gewechselt, muß der Reset neu ausgeführt werden. 5.3 Hard Reset -------------- Löscht den kompletten Speicher des Amigas, und führt eine Re-Initialisierung der Emulation aus. Wenn kein Kickstart geladen ist, wird der Reset zudem eine Ersatzroutine für den Bootvorgang des Disk-Image in DF0: aktivieren. Dies kann in manchen Fällen Programme, die für ihre Ausführung keine Kickstart-Routinen benötigen, booten lassen. Wurde das Disk-Image vor dem Start der Emulation und nach dem letzten Reset gewechselt, muß der Reset neu ausgeführt werden. 6 Debugger ---------- Ein gewöhnlicher Benutzer wird möglicherweise niemals irgendeinen Nutzen für den Debugger finden. Solltest Du also die hier beschriebenen Dinge nicht verstehen, überspringe diesen Abschnitt einfach. Der Debugger ist eine einfache Schnittstelle, wo Du neben anderen Dingen den Status des emulierten Amigas einsehen kannst. Sie beinhaltet einen simplen Disassembler, der den Code des Programmes und den Status des emulierten Motorola 68000-Prozzesor anzeigt. Die CPU kann schrittweise überwacht, oder bis zu einem Breakpoint (Haltepunkt) den Code ausführen lassen. Der Speicher kann angezeigt, und einige Register in den Amiga Custom-Chips können betrachtet werden. Einige Logging-Optionen (Mitschnitt) sind ebenfalls verfügbar (* sofern sie in der kompilierten EXE Deiner Fellow-Version enhalten sind). Das Debugger-Untermenü ist folgendermaßen aufgebaut: Step Step Over Breakpoint Memory Cia Wav Capture Trace on (*) Trace off (*) Show trace (*) Evlog config (*) Show evlog (*) 6.1 Step-Option --------------- Führt die nächste Instruktion aus ("Step 1 instruction forward"). 6.2 Step over-Option -------------------- Setzt einen Breakpoint (Haltepunkt) ab der nächsten Instruktion, und läßt den Emulator so lange laufen, bis die Instruktion erreicht ist (nützlich, um Schleifen und jsr/bsr-Instruktionen zu überspringen). 6.3 Breakpoint-Option --------------------- Diese Option bringt Dich in ein weiteres Untermenü. Der Emulator läuft so lange, bis eine bestimmte Bedingung erreicht wurde. Das Breakpoint-Untermenü ist folgendermaßen aufgebaut: Set Breakpoint Until line 312 Until Event 6.3.1 Set Breakpoint-Option --------------------------- Ermöglicht es Dir, die Adresse einer Instruktion einzugeben, an der die Emulation halten soll. Nachdem der Breakpoint (Haltepunkt) gesetzt wurde, beginnt die Ausführung. 6.3.2 Until Line 312-Option --------------------------- Läßt den Emulator so lange laufen, bis Zeile 312 (Raster-Beam Position) erreicht wurde. 6.3.3 Until Event-Option ------------------------ Führt den Code so lange aus, bis ein protokolliertes Ereignis auftritt. Die zu protokollierenden Ereignisse werden mit "Evlog config" in der ersten Stufe des Debugger-Menüs kontrolliert. 6.4 Memory-Option ----------------- Zeigt den Speicher an. Bedienung durch die Cursor- und Bildlauftasten. Die Tasten "h" und "a" bestimmen das Hex- oder ASCII-Format. 6.5 Cia-Option -------------- Gibt den Status der Register des CIA-Chips wieder. 6.6 IO-Option ------------- Gibt den Status der Register der Custom-Chips wieder. Dies bringt Dich in ein Untermenü, in dem Register für verschiedene Einheiten gewählt werden können. 6.7 Trace on-Option ------------------- Aktiviert die Aufzeichnung der CPU-Instruktionen. Die letzten ½ Millionen Instruktionen werden erfaßt. 6.8 Trace off-Option -------------------- Deaktiviert die Aufzeichnung der CPU-Instruktionen. 6.9 Show trace-Option ---------------------- Zeigt die Aufzeichnung der CPU-Instruktionen an. 6.10 Evlog config-Option ------------------------ Konfiguriert den Ereigniss-Mitschnitt. IRQ und Exceptions (Ausnahmen) können protokolliert werden. 6.11 Show evlog-Option ---------------------- Zeigt die protokollierten Ereignisse an. 6.12 WAV-Mitschnitt ------------------- Ermöglicht es, den Sound als Datei ins Emulator-Verzeichnis zu speichern. Die Aufnahme erfolgt in 44100 hz, 16-bit Stereo. Funktioniert auch ohne Soundkarte. Die Datei wird im WAV-Format gespeichert. Dies ist experimentell, d.h. nicht alle Soundprogramme werden die Dateien lesen können. Es kann möglicherweise zu Header-Problemen kommen ("Cool Edit" funktioniert). Bedenke: Die Datei wird sehr schnell GROSS. Du brauchst 11 MB pro Minute. 7 Konfiguration --------------- Das Konfigurations-Menü ist eine Anzahl von Untermenüs aufgeteilt, die es Dir erlauben, verschiedene Aspekte der Amiga-Emulation zu beeinflussen. 7.1 Disk-Konfiguration ---------------------- Dieses Untermenü kontrolliert die verschiedenen Aspekte der Disk-Image- Konfiguration. 7.1.1 Disk-Image in DF(x) ------------------------- Die Variabel (x) steht hierbei für 0, 1, 2 oder 3. Diese Optionen erlauben es Dir, virtuelle Disketten mit jedem der 4 Amiga-Diskettenlaufwerke zu verknüpfen. Wenn Du die Emulation startest, ist es notwendig, daß ein Disk-Image mit DF0: verknüpft ist, sofern Du booten möchtest. Das Drücken von DEL bei dieser Option, entfernt das eingelegte Disk-Image wieder aus dem virtuellen Laufwerk. Durch das Drücken von ALT-0 bis 9 bei dieser Option wird eine Verknüpfung mit dem Disk-Image hergestellt, dessen Name in einem der 10 Memory (Speicher)-Plätze gespeichert wurde (ALT-0 bis 9 wird später beim File-Requester beschrieben). Disk-Images, die mit GZIP oder BZIP komprimiert wurden, werden in das durch die Umgebungsvariabeln TEMP oder TMP festgelegte Verzeichnis entpackt. Änderungen an den komprimierten Disk-Images sind unmöglich (nur das unkomprimierte, temporäre Disk-Image wird verändert). 7.1.2 Drive (x) Status ---------------------- Die Variabel (x) steht hierbei erneut für 0, 1, 2 oder 3. Diese Optionen erlauben es Dir, ein Laufwerk zu deaktivieren, d.h. es wird vom Amiga nicht erkannt. Das Nützliche hieran ist, daß das AmigaOS keinen Buffer für dieses Laufwerk reserviert, und so mehr Speicher für andere Dinge verfügbar ist. Der beabsichtigte Zweck besteht darin, alten Demos zu helfen, die mit "broken crunchers" komprimiert wurden. Lasse die Laufwerke normalerweise einfach aktiviert. 7.1.3 Disk-DMA Geschwindigkeit ------------------------------ Ermöglicht es Dir, die Geschwindigkeit zu wählen, mit der die virtuellen Disketten gelesen werden. Der Diskettenzugriff ist ursprünglich langsam, doch die Emulation bietet die Möglichkeit eines weitaus schnelleren Zugriffes. Gültige Werte sind "Original" und "Fast" (schnell). Denke jedoch daran, daß einige Programme nicht laufen werden, wenn dieser Wert nicht auf "Original" gesetzt ist. 7.1.4 Alt-N Cycling ------------------- Kontrolliert, wie weit der Cursor springt, wenn DEL gedrückt ist, oder wenn ein Disk-Image aus den "memory settings" heraus gewählt wurde. 7.1.5 File-Requester -------------------- Der File-Requester wurde aktiviert, wenn "Diskimage in DF(x)" ausgewählt ist. Gehe nun durch die Verzeichnisstruktur, und wähle ein Disk-Image mit RETURN. Besonderes Funktionen: Quickfind: Gebe den Anfang eines Dateinamens ein, und der Cursor springt zum ersten, passenden Eintrag. ALT-(x): Wählt ein Laufwerk, wobei (x) die Laufwerksnummer ist. Memory (Speicher)-Einstellungen: Während eine Datei makiert ist, kann durch das Drücken von ALT-0 bis 9 der Dateiname gespeichert, und, wie bereits beschrieben, später verwendet werden. Mit ALT-| (der Taste links von "1") werden alle Memory-Einstellungen gelöscht. 7.2 Bildschirmeinstellungen --------------------------- Dieses Untermenü kontrolliert einige Aspekte der Grafik-Emulation. 7.2.1 Bildschirmauflösung ------------------------- Legt fest, welche Bildschirmauflösung der Emulator verwenden soll. Die verfügbaren Auflösungen hängen vom verwendeten VESA-Treiber ab. 7.2.2 Bild-Übersprungsverhältnis -------------------------------- Mit dem "Frame skip"-Ratio wird festgelegt, wie oft der Emulator den Bildschirm aktuallisieren soll. 1/1 aktualisiert den Bildschirm so oft wie möglich. Niedrigere Einstellungen resultieren in ruckligeren Animationen usw, sparen jedoch viel Zeit, die auf andere Teile der Emulation verwendet werden können. 7.2.3 Maximale Bildrate ----------------------- Kontrolliert die Timing (Zeitabstimmungs)-Grenzen, die dem Emulator auferlegt werden. "Unlimited" (unbegrenzt) deaktiviert alle Timing-Grenzen, und erlaubt dem Emulator so schnell zu arbeiten, wie es die PC-Hardware ermöglicht. Dies hat auch einen Einfluß auf die Tastenwiederholungsrate. Es kann sein, daß sich die Tastatur nicht mehr vernünftig bedienen läßt, wenn Dein Rechner zu schnell ist. "50 hz" begrenzt die Geschwindigkeit auf die eines normalen PAL A500. "Synch with VGA-card" (synchronisiere mit VGA-Karte) versucht, die Bildwiedergabe mit der Aktuallisierungsrate der verwendeten VGA- Auflösung zu synchronisieren. In manchen Fällen kann dies zu absolut sanften, ruckelfreien Ergebnissen führen. Da die normale PAL-Rate aber gewöhnlich nicht mit der Rate des VGA-Modi übereinstimmt, kann dies sowohl die Sound-Geschwindigkeit, als auch die allgemeine Geschwindigkeit des emulierten Programmes durcheinanderbringen. Diese Einstellung wird ignoriert, wenn die Sound-Emulation auf "Sychronized with emulation" (synchronisiere mit der Emulation) gesetzt ist. 7.2.4 Flickerfreies Interlace ----------------------------- Wenn aktiviert, versucht diese Option aus einem Interlace-Bild ein "normales" Amiga-Bild zu machen. Dies funktioniert nur, wenn der Emulator eine 800x600 SVGA-Auflösung verwendet. 7.2.5 Zyklus-exaktes zeichnen ----------------------------- Eine sehr experimentielle Option. Wenn sie aktiviert ist, werden Plasma-Effekte usw. korrekt emuliert. Diese Option deckt bis heute nicht mehr als Color-Changes ab. Es ist primär ein Test, um zu sehen, wie dies realisiert werden kann, ohne das ganze Grafik-System umschreiben zu müssen. Die Routinen funktionieren bisher nur unter 800x600. Sobald diese Option weiterentwickelt ist, wird sie zum Standard, und auch für alle anderen Auflösungen umgesetzt. BEDENKE: Diese Option permanent aktiviert zu lassen, wäre ein fatales Unterfangen. Sie benötigt noch viel Feinabstimmung und mehr Arbeit, um korrekt und sicher zu funktionieren. Die empfohlene Anwendung besteht darin, die Option zu aktivieren, um einen bestimmten Effekt anzuschauen. 7.2.6 Y-Skala ------------- Ist diese Option aktiviert, wird die VGA-Hardware benutzt, den Amiga- Bildschirm mit einem korrekteren Aspekt darzustellen. Diese Einstellung ist nur für einige Modi gültig (800x600, 640x480, 640x400, 640x350). Sollte Deine Grafikarte VESA-kompatibel, jedoch nicht VGA-Register- kompatibel sein, aktiviere diese Option nicht. 7.3 Speicherkonfiguration ------------------------- Dieses Untermenü kontrolliert, welche Typen und Mengen an Speicher der emulierte Amiga besitzt. 7.3.1 Chip-Memory ----------------- Erlaubt Dir zu entscheiden, wieviel Chip-RAM emuliert werden soll. Gültige Werte reichen von 256 KB bis 2048 KB. 7.3.2 Fast-Memory ----------------- Erlaubt Dir zu entscheiden, wieviel Fast-RAM emuliert werden soll. Gültige Werte sind 0, 1, 2, 4 und 8 MB. 7.3.3 Bogo-Memory ----------------- Erlaubt Dir zu entscheiden, wieviel Bogo-RAM (manchmal auch Slow-RAM genannt) emuliert werden soll. Dies ist der dritte Typ an Speicher, den Expansions-Speicherkarten, die in der Öffnung unten am Amiga installiert werden, benutzen. Gültige Werte reichen von 0 KB bis 1792 KB. 7.3.4 Kickstart-Image --------------------- Ermöglicht es Dir, den Ort des AmigaOS ROM-Images zu wählen (das erforderlich ist, um Workbench-basierende Programme, oder die Workbench selbst zu laden). Durch das Wählen dieser Option erhälst Du einen einfachen File-Requester, mit dem Du das ROM wählen kannst. Fellow wird als Default (Standardeinstellung) nach "kick.rom" suchen. Die Endung *.rom ist für diese Dateien erfoderlich. 7.3.5 Keyfile ------------- Diese Option spezifiziert das Keyfile, welches zum dekodieren verschlüsselter Kickstarts benutzt wird. 7.4 Sound-Einstellungen ----------------------- Dieses Untermenü kontrolliert die Aspekte der Sound-Emulation. Die Sound-Wiedergabe ist nicht anwählbar, wenn keine unterstütze Soundkarte gefunden wurde. 7.4.1 Sound-Emulation --------------------- Wählt den Typ der Sound-Emulation. Die Optionen sind: "No sound" (kein Sound) - Sound wird weder emuliert, noch wiedergegeben. "Emulated, not played" (emuliert, keine Wiedergabe) - Sound wird emuliert, jedoch nicht wiedergegeben. Diese Optionen sind immer verfügbar. Folgende Optionen sind nur verfügbar, wenn eine Soundkarte (Soundblaster) gefunden wurde: "Normal, synchronized with emulation" (normal, mit der Emulation synchronisiert) - die korrekteste Emulation. "Normal, synchronized with real-time" (normal, mit Echtzeit synchronisiert) - funktioniert möglicherweise besser auf langsamen Rechnern, doch die Wiedergabegeschwindigkeit kann stark varrieren. Die Wiedergabe wird in jedem Falle nahezu zusammenhängend sein. Die empfohlene Option ist "Normal, synchronized with emulation". Sound-Wiedergabe unter "Normal, synchronized with real-time" kann die Musik sehr verzerren. Die Geschwindigkeit ist falsch, und die Wiedergabe ist auch sehr von den momentanen Geschwindigkeit der allgemeinen Emulation abhängig. Die Methode, mit der diese Option implementiert wurde, funktioniert prima auf Pentiums, doch bei AMD K6 CPU’s sind die Geschwindigkeitsergebnisse sehr schlecht. 7.4.2 Sound-Qualität -------------------- Ermöglicht die Wahl der Sound-Qualität. Die verschiedenen Sample-Raten und 8-16 bit Mono/Stereo hängen davon ab, welche Soundblaster Du besitzt. BEDENKE: 44100 hz ist unnötig, und ein riesiger CPU-Zeitaufwand. Ein guter Mittelweg zwischen Geschwindigkeit und Qualität sind 31300 hz. 8/16 Bit und Mono/Stereo machen nur einen kleinen Unterschied in der Geschwindigkeit aus. 7.4.3 Low-Pass Filter --------------------- Konfiguriert die Low-Pass Filter-Emulation. Der 7000 hz Low-Pass Filter wurde in den Amiga integriert, um Aliasing-Effekte zu vermeiden. Er hatte ebenso die Ehre, sein aktiv/inaktiv-Bit mit der Power-LED zu teilen. Die Einstellungen sind Original / Always / Never. "Original" (Standard) benutzt den Low-Pass Filter wie in einem realen Amiga. Programme können ihn ein- und ausschalten. "Always" (Immer) wendet den Low-Pass Filter grundsätzlich auf die Sound- Wiedergabe an. "Never" (Nie) wendet den Low-Pass Filter grundsätzlich nicht auf die Sound- Wiedergabe an. Dies entspricht der Sound-Wiedergabe in früheren Versionen. Diese Implementierung stammt von Rainer Sinsch, und ist neu in V0.3.2a. FPU wird benötigt. 7.5 CPU-Konfiguration --------------------- Dieses Untermenü kontrolliert einige Aspekte der CPU-Emulation. 7.5.1 CPU-Typ ------------- Die einzige, funktionierende Option ist derzeit 68000. 68030 befindet sich in der Entwicklung. 68030 ist auswählbar, jedoch ohne Funktion. 7.5.2 CPU-Geschwindigkeit ------------------------- Kontrolliert die virtuelle Geschwindigkeit der emulierten CPU. Verwechsele dies nicht mit der Echtzeit-Leistung. Die Optionen sind "original", was eine 7.14 mhz CPU darstellt, und "fast", was etwa einer 28 mhz CPU entspricht ("fast" bewirkt auch, Blitter-Operationen fast ohne Zeitverlust ablaufen zu lassen). 7.6 Festplatten-Konfiguration ----------------------------- Dieses Untermenü kontrolliert die Festplatten. Eine Festplattendatei ist eine Möglichkeit, einen Massenspeicher für den emulierten Amiga zur Verfügung zu stellen. Die Festplattendatei ist ein riesige Datei, die als "Festplatte" benutzt wird. Diese Datei kann jede beliebige Größe haben. Festplattendateien können nur benutzt werden, wenn Du Kickstart V2.0 oder höher besitzt. Denke daran, eine neue Festplattendatei erst zu formatieren. Du kannst von jeder Festplattendatei aus booten. Sie haben eine kleinere Priroität als DF0:, jedoch eine höhere als DF1:. Du kannst ebenfalls unkomprimierte ADF-Dateien, anstelle der eigentlichen Festplattendateien benutzen. Die Einheiten, die von dieser Möglichkeit verwaltet werden, werden "FELLOW0" mit zunehmender Zahlengröße benannt. BEDENKE: Das Ändern des "Hardfile-Setups" macht automatisch einen Hard Reset des Amigas erfoderlich. 7.6.1 Festplatten-Gerätestatus ------------------------------ Die Festplattendateien können entweder aktiviert, oder deaktiviert werden. 7.6.2 Festplatten-Dateiname --------------------------- Diese Option ruft einen File-Requester auf. Wähle die Festplatten- oder ADF- Datei, die Du verwenden möchtest. 7.7 Sonstige Einstellungen -------------------------- Dieses Untermenü beinhaltet eine Anzahl sonstiger Einstellungen. 7.7.1 Joystick Port 1 & 2 ------------------------- Der Teil, der die Amiga-Joystick Ports kontrolliert. Die Mögliche Einstellungen sind: Disabled (Inaktiv), Mouse (Maus), Analog Joystick, Keyboard Joystick Replacement 1 & 2 (Tastatur-Joystick-Ersatz) Der Tastatur-Joystick-Ersatz ist wie folgt: Cursortasten mit rechter STRG-Taste als Feuerknopf 1, und rechter ALT- Taste als Feuerknopf 2 oder 'D' ist links, 'F' ist unten, 'G' ist rechts, 'R' ist hoch, linke STRG- Taste ist Feuerknopf 1, linke ALT-Taste ist Feuerknopf 2. Die Handhabung des Joysticks ist etwas schwierig. Um ihn zu kalibrieren, bewege den Joystick in alle Richtungen während der Emulation. Falls die integrierten Routinen für den Analog-Joystick ungenügend sind, dann bietet Dir das "Joyemu"-Utility eine weitaus bessere Handhabung des Analog-Joysticks (besuche http://www.dsi.unive.it/~szanella/index.htm). 7.7.2 Power Floppy-LEDs ----------------------- Legt fest, wo die verschiedenen LED’s, wie z.B. die Power-LED oder die Laufwerke-LED’s, dargestellt werden. Ein LED-Plan ist ebenfalls vorhanden (hinzugefügt von Roman Dolejsi). Beachte die Datei "ledboard.txt". Die Einstellungen für die Tastatur LED-Reihenfolge werden verwendet, um dem Emulator die Reihenfolge der LED’s auf Deiner Tastatur mitzuteilen. 7.7.3 Leistungsanzeige im Bild ------------------------------ Zeigt die Geschwindigkeit eines realen Amigas in % an, der durch Deinen Rechner emuliert wird. Dieser Wert wird in der oberen rechten Ecke des Bildschirms dargestellt, und ist relativ zu den 50 Bildern/s, die normalerweise von einem Amiga 500 erzeugt werden. Der Wert besitzt nur annährende Gültigkeit. 7.7.4 Speichern der Menüposition beim verlassen ----------------------------------------------- Dies ist eine experimentelle Option. Wenn aktiviert, werden alle Menü-Bewegungen beim verlassen gespeichert, und beim nächsten Start des Emulators ausgeführt. 7.7.5 Automatische Ausführung nach Kommandos -------------------------------------------- "Autorun" kann nach einigen Kommandos aktiviert werden. 8 Kommandozeilen-Schnittstelle ------------------------------ Konfigurations-Optionen sind ebenfalls als Kommandozeile verfügbar. Dies ist eine Übersicht aller Optionen, wobei die Optionen sich auf die Konfigurations-Einstellungen in der Benutzerschnittstelle beziehen: Verschiedene Einstellungen: -h Diese Kommandozeilen-Übersicht. -log Generiert eine Log-Datei während der Initialisierung. Benutze dies, um zu sehen, was der Emulator über Deine Hardware herausfindet. -nogui Überspringt die Benutzerschnittstelle. -config file Benutzt die gewünschte Datei, anstatt der CFG-Datei. Die CFG-Datei ist "fellow.cfg" im momentanen Verzeichnis. -ns Speichert keine Einstellungen beim verlassen. Disk-Image Einstellungen: -0 file Disk-Image in DF0 -1 file Disk-Image in DF1 -2 file Disk-Image in DF2 -3 file Disk-Image in DF3 Beschrieben in 7.1.1 -0e +|- Aktiviere/Deaktiviere DF0 -1e +|- Aktiviere/Deaktiviere DF1 -2e +|- Aktiviere/Deaktiviere DF2 -3e +|- Aktiviere/Deaktiviere DF3 Beschrieben in 7.1.2 -ds +|- Schnellen Disk-Zugriff aktivieren/deaktivieren Beschrieben in 7.1.3 -dmX file Inhalt des Diskplatz-Speichers X (0..9) Beschrieben in 7.1.4 -dpath dir/file Aktiver Disk-Pfad. Der File-Requester startet beim ersten Aufruf an dieser Position. -rmpos +|- Aktiviere/Deaktiviere das Menü-Positionsspeichern Beschrieben in 7.1.4 -mpos /../... Spezifiziere aktive Menü-Position Beschrieben in 7.1.4 Festplattendatei-Einstellungen: -hf file Festplattendateiname, beschrieben in 7.6.2 -he +|- Festplattendatei aktivieren/deaktivieren, beschrieben in 7.6.1 -hi size Erstelle (lösche!) spezifizierte Festplattendatei, Größe in MB Benutze dies, um eine Festplattendatei zu erstellen. Speicher-Einstellungen: -c size Chip-Memory Größe, size*256k, Standard: 2 MB Beschrieben in 7.3.1 -fm size Fast-Memory Größe, Größe in MB, (0,1,2,4,8) Beschrieben in 7.3.2 -b size Bogo-Memory Größe, size*256k, Standard: 1.75 MB Beschrieben in 7.3.3 -r file Kickstart-Datei Beschrieben in 7.3.4 -K file Verschlüsseltes Kickstart-Keyfile. Beschrieben in 7.3.5 Joystick-Einstellungen: -j1 n|a|m|k1|k2 -j2 n|a|m|k1|k2 Joystick Port 1 oder 2: n - keiner, a - Analog-Joystick m - Maus, k1 - Tastaturersatz 1 k2 - Tastaturersatz 2 Beschrieben in 7.7.1 Sound-Einstellungen: -s d|n|c|e d - deaktivieren n - normal c - fortlaufend e - emuliert, jedoch keine Wiedergabe Beschrieben in 7.4.1 -sf quality Sound-Qualität: 44100,31300,22050,15650 -ss on|off Stereo, ein oder aus -sb bits 8 oder 16 bits -sf,ss,sb beschrieben in 7.4.2 -s1 Erzwinge Soundblaster V1.0-Treiber Bildschirm-Einstellungen: -res 320200b|320200|320240|640350|640400|640480|800600 Bildauflösung, Standard: 800600 Beschrieben in 7.2.1 -v none|50|vga Bildrate-Begrenzung: none, 50 - 50hz, vga - von Karte Beschrieben in 7.2.3 -f number Überspringe (Nummer) an Bildern Beschrieben in 7.2.2 -i on|off De-Interlaced in 800x600-Bildauflösung Beschrieben in 7.2.4 CPU-Optionen: -cpu 0|3 CPU-Typ 0 - 68000 3 - 68030 Beschrieben in 7.5.1 -cs normal|max Uhrgeschwindigkeit des emulierten M68000 und Blitter. Beschrieben in 7.5.2 Verschiedene Optionen: -p on|off Geschwindigkeitsanzeige im Bild. Beschrieben in 7.7.3 -l scr|kb?|lp?|lp?m|off Power/Laufwerks-LED Indikatoren: scr - im Bild (nur bei 800x600) kb1 - auf der Tastatur (Laufwerk 0, 1, 2) kb2 - auf der Tastatur (Power, Laufwerk 0, 1) kb3 - auf der Tastatur (Power, Laufwerk 0+1, 2+3) lp1/2/3 - LED-Meter am Parallelport lp1/2/3m - LED-Meter am Parallelport (gespiegelt) Beschrieben in 7.7.2 -lk ncs|nsc... Benutze LEDs der Tastatur in bestimmter Reihenfolge (Num lock = N, Caps lock = C, Scroll lock = S) Beschrieben in 7.7.2 -altn 1..4 Alt-N Laufwerksschleife Beschrieben in 7.7.4 -arun none|altn|res Automatische Ausführung nach Kommandos Beschrieben in 7.7.5 9 SO GEHT’S LOS - EINE EINFÜHRUNG ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Nachdem Du eine Amiga-Diskette in eine *.ADF-Datei kopiert, und zum PC übertragen hast, starte Fellow und verknüpfe das Disk-Image mit DF0: Wenn es sich dabei um ein Workbench-Image handelt, stelle sicher, daß Du Dein Kickstart-ROM in eine Datei namens "kick.rom" kopiert, und diese im Fellow-Verzeichnis plaziert hast. Andernfalls wähle im Konfigurations- Menü den Ort des ROM’s. Wenn kein Kickstart verfügbar ist, versucht Fellow mit Hilfe einer Ersatz- Routine zu booten. Das funktioniert bei einigen Demos und Spielen, welche die Kickstart-Rotuinen ignorieren, und alles selbst verwalten. Um diese Methode zu benutzen, mußt Du nach dem "einlegen" eines Disk-Images einen RESET des Amigas durchführen. Wähle die Menge an RAM, die Du benutzen möchtest, konfiguriere die Sound- Emulation entsprechend Deiner Hardware, und wähle "RUN" vom Hauptmenü aus. Wenn alles klar ist und gut geht, sollte Fellow nun Dein Disk-Image booten. 10 Tastenkürzel --------------- Einige Tastenkürzel sind in der Benutzerschnittstelle, und einige auch während der Emulation verfügbar. 10.1 Tasten der Benutzerschnittstelle ------------------------------------- F5: Soft Reset F7: Hard Reset F9: Start F11: Debugger Alt-D: Disk-Einstellungen Alt-F: Bild-Übersprungsverhältnis Alt-H: Festplatten-Einstellungen Alt-J: Joystick-Einstellungen Alt-L: LED-Einstellungen Alt-M: Speicher-Einstellungen Alt-R: Bildschirmauflösungs-Einstellungen Alt-S: Sound-Einstellungen ESC : Springt eine Stufe höher in den Menüs, bi